So arbeiten Sie mit der Software
Dieser Leitfaden führt Sie durch den typischen Ablauf einer Dunkelfeld-Sitzung mit darkfield.ch — vom Start bis zum fertigen PDF-Bericht. Die Software ist bewusst übersichtlich gehalten: Sie sollen das Mikroskop bedienen, nicht den Computer.
Der typische Sitzungsablauf
Patient:in auswählen
Aus der Liste wählen oder neu anlegen. Name, Geburtsdatum, optionale Fallnotizen — mehr braucht die App nicht, um die Sitzung zuzuordnen.
Sitzung starten
Ein Klick auf „Neue Sitzung". Datum wird automatisch gesetzt, ein strukturierter Ordner angelegt. Keine Dateinamen-Manie mehr.
Aufnehmen
Live-Bild des Mikroskops läuft in der App. Einzelbild über den Kamera-Knopf, Video über den Aufnahme-Knopf. Dateien landen automatisch in der aktuellen Sitzung.
Muster markieren
Die App schlägt Ihnen auffällige Regionen vor und zeigt daneben Ihre eigenen ähnlichen Fälle aus früheren Sitzungen. Sie bestätigen mit ✓, verwerfen mit ✗ oder korrigieren das Label.
Notizen ergänzen
Freitext-Eingabe zu Gesamteindruck, Besonderheiten und Empfehlungen. Ein Qualitätshinweis warnt Sie, falls Belichtung oder Schärfe die Interpretation einschränken.
Bericht exportieren
PDF mit den wichtigsten Aufnahmen, Markierungen und Ihrem Befundtext. Direkt druckbar oder als Datei in das Patientendossier.
Mustererkennung: wie sie lernt
Die Software startet mit einer neutralen Mustererkennung (DINOv2-Modell). Je öfter Sie bestätigen, korrigieren oder verwerfen, desto treffsicherer werden die Vorschläge auf Ihrem Gerät. Dieses lokale Lernen:
- passiert nur, wenn Sie aktiv ein Label setzen,
- bleibt vollständig lokal — keine Uploads,
- lässt sich rückgängig machen: einzelne Feedback-Einträge können Sie nachträglich korrigieren oder löschen.
Wenn Sie zusätzlich am Gemeinschafts-Austausch teilnehmen, kombiniert die App Ihr lokales Wissen mit dem verdichteten Erfahrungsschatz der teilnehmenden Therapeut:innen — mehr dazu: Gemeinschaft.
Qualität der Aufnahmen sicherstellen
Die App prüft jede Aufnahme auf grundlegende Qualitätsmerkmale und warnt Sie, wenn:
- das Bild über- oder unterbelichtet ist,
- der Fokus nicht stimmt,
- der Kontrast für eine sichere Mustererkennung zu gering ist,
- mögliche Präparationsartefakte im Bild dominieren.
Diese Hinweise ersetzen nicht Ihre Bewertung, sondern ergänzen sie. Sie können einen Schuss jederzeit wiederholen oder eine Aufnahme trotz Warnung dokumentieren, wenn sie für Sie aussagekräftig ist.
Export und Archivierung
Jede Sitzung liegt als strukturierter Ordner auf Ihrem Gerät: Rohbilder, Videos, Metadaten, PDF-Bericht. Für die Praxis-Archivierung heisst das:
Externes Backup
Kopieren Sie den Daten-Ordner regelmässig auf eine externe Festplatte oder auf ein NAS. Die Sicherung dauert Sekunden.
Patienten-Export
Einen einzelnen Patient:innen-Datensatz als ZIP exportieren — etwa für eine Praxisübergabe oder für die Einsichtnahme.
Sprache umschalten
Die Oberfläche unterstützt Deutsch und Englisch. Wählen Sie in den Einstellungen Ihre bevorzugte Sprache — die Patientendaten bleiben davon unberührt.